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Die Flamme brennt für die YOG-Premiere

Innsbruck zum dritten Mal Olympiastadt - und das bei der Premiere der Olympischen Jugend-Winterspiele. Das olympische Feuer brennt nach seiner Österreich-Tournee im Bergisel-Stadion. Nach der glanzvollen Eröffnung gingen am Samstag die ersten Medaillenentscheidungen über die Bühne. Ein umfangreiches Kultur- und Bildungsprogramm wartet neben dem sportlichen Wettstreit auf die 81 österreichischen TeilnehmerInnen bis zur Schlussfeier am 22. Jänner.
 

Österreich stellt mit 38 Mädchen und 43 Burschen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren das größte Aufgebot, noch vor den Sport-Großmächten Russland (68), USA (58) und Deutschland (55). Die meisten Teilnehmerinnen kommen aus Tirol (28), gefolgt von Kärnten, Salzburg, Steiermark (je 10), Wien (8), Oberösterreich, Vorarlberg (je 6) und Niederösterreich (3). Insgesamt nehmen an den 1. Olympischen Jugendwinterspielen 1059 AthletInnen aus 67 Nationen teil. Der ASVÖ ist in allen 15 Sportarten dabei, auch hier ist Tirol mit 22 Teilnehmerinnen am meisten vertreten.
Der Eröffnungsfeier am Innsbrucker Bergisel wohnten am Freitag 15.000 Zuschauer bei. Das knapp zweistündige Programm fand großen Anklang. Dass Österreich mit der größten Delegation ins Stadion einmarschierte, ließ ÖOC-Präsident Karl Stoss strahlen:  "Ein durchaus ungewohntes Gefühl, dass stolz macht. Unser Bekenntnis zum Nachwuchs soll nachhaltige Erfolge bringen. Deshalb war es für uns selbstverständlich, möglichst viele junge Athleten hier an den Start zu bringen."
Für Tamara Grascher, Kapitän der Eishockey-Mädchen, geriet dieser Freitag, der 13., zum wahren Glückstag. Am Vormittag deklassierten Tamara und Kolleginnen im ersten Vorrundenspiel die slowakischen Mädchen mit 9:0, am Abend durfte die 17-jährige Kärntnerin die österreichische Fahne ins Bergisel-Stadion tragen.
Ski-Talent Christina Ager, 16-jährige Tirolerin aus St. Johann, sprach den Olympischen Eid der Athleten, Rodel-Coach Angelika Neuner, zweifache Medaillengewinnerin, den der Betreuer und Ski-Funktionär Peter Zenz gelobte für die Fairness aller Kampfrichter.  
Auch rotweißrote Olympia-Heros leisteten ihren Beitrag zum gelungenen Eröffnungsfest: Abfahrts-Olympiasieger Leo Stock wedelte den Bergisel-Auslauf mit Fackel herunter,  die einstigen Skispringer-Rivalen Karl Schnabl und Toni Innauer marschierten Seite an Seite mit Karl Schranz, Edith Zimmermann-Rhomberg, Brigitte Habersatter-Totschnig und Josef Feistmantl mit der olympischen Flagge ins Stadion ein und übergaben die Fahne an die "Youth Olympic Games"-Starter Lukas Telsnig (Eishockey), Thomas Petutschnigg (Eisschnelllauf), Benjamin Maier (Bob), Nina-Larissa Wolfslast (Eiskunstlauf), Irena Brettbacher (Curling) sowie Miriam-Stefanie Kastlunger (Rodeln).
Als Fackelläufer im Stadion fungierten die YOG-Botschafterin Yuna Kim, südkoreanische Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von Vancouver 2010, Patrick Ortlieb, Sigried Wolf, Fritz Strobl und Doris Neuner.
Das Grande Finale lieferte ein wahrlich sporthistorischer Moment: Egon Zimmermann, Abfahrts-Olympiasieger 1964, entzündete die Olympische Feuerschale von 1964, Franz Klammer, Abfahrts-Olympiasieger 1976, jene der zweiten Olympischen Spiele in Innsbruck, ehe der Nordische Kombinierer Paul Gerstgraser die Flamme der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele entfachte.

 

14.01.2012 13:46

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