Frauen und Mädchen im Sport sichtbar machen – für mehr Gleichberechtigung!
Ein fairer und vielfältiger Sport braucht Frauen und Mädchen – im Allgemeinen Sportverband Österreich (ASVÖ) sind Frauen und Mädchen ein unverzichtbarer Teil davon. Umso wichtiger ist es, bestehende Ungleichheiten sichtbar zu machen, Bewusstsein zu schaffen und aktiv Veränderungen voranzutreiben. Denn ein gerechter Sport ist ein Gewinn für alle.
Am 21. April wurde im Haus des Sports in Wien die Follow-Up-Studie „Genderbalance in der Sportberichterstattung“ vorgestellt. Es handelt sich dabei um die bislang größte Untersuchung zur medialen Darstellung von Sportler:innen in Österreich. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Sichtbarkeit von Frauen im Sport nimmt zwar zu – strukturell bleibt sie jedoch weiterhin deutlich hinter jener von Männern zurück.
Klare Zahlen, klare Botschaft
Für die Jahresstudie „Genderbalance in der Sportberichterstattung 2024/2025“ wurden über einen Zeitraum von zwölf Monaten rund 40.000 Beiträge aus Printmedien, Fernsehen, Social Media und Mediatheken quantitativ und qualitativ analysiert. Rund fünf Jahre nach der ersten Erhebung zeigt sich: Der österreichische Sport ist nach wie vor stark männlich geprägt.
- Nur 15 % der Sportberichterstattung in Printmedien entfallen auf Sportlerinnen
- Nur 26 % der Sportlerinnen schaffen es in der Medienberichterstattung auf das Titelcover
- Der Frauenanteil auf Social Media beträgt lediglich 12 %
Die 50:50-Abbildung ist damit noch weit entfernt.
ASVÖ übernimmt Verantwortung
Für den ASVÖ nahm Vorstandsmitglied Eva-Maria Schimak an der Studien-Präsentation und der anschließenden Podiumsdiskussion teil. Die gewonnenen Impulse sind wertvoll – denn als Sportdachverband trägt der ASVÖ Verantwortung, aktiv mitzugestalten, zu sensibilisieren und Veränderungen anzustoßen.
„Gerade im Kinder- und Jugendsport ist Sichtbarkeit entscheidend: Mädchen brauchen Vorbilder, Anerkennung und faire Rahmenbedingungen, um ihre sportlichen Wege selbstbewusst gehen zu können. Medienpräsenz beeinflusst Wahrnehmung, Wertschätzung und letztlich auch Teilhabe,“ betont Eva-Maria Schimak.
Gleichberechtigter Sport braucht Engagement
Der ASVÖ setzt sich gezielt für die Förderung von Frauen und Mädchen im Sport ein – auf Vereins-, Landes- und Bundesebene. Diese Studie unterstreicht einmal mehr, wie wichtig es ist, weiter dranzubleiben: Strukturen zu hinterfragen, Rollenbilder aufzubrechen und Leistungen von Sportlerinnen sichtbar zu machen.
Ein gleichberechtigter Sport ist kein Randthema – er ist ein zentrales Zukunftsthema. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass 50:50 nicht nur ein Ziel bleibt, sondern Realität wird.
Weitere Infos: Auftraggeber der Studie waren der Fachbereich Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR Medien), die Bundes-Sportorganisation Sport Austria und die Österreichischen Lotterien mit win2day. Die Studie zum Nachlesen finden Sie hier: Studie über Präsenz & Inszenierung von Sportlerinnen und Sportlern in österreichischen Medien
©Worldsportpics/Frank Uijlenbroek
