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Sport bei extremer Hitze: Gesundheit hat Vorrang

29. Juni 2026

Hohe Temperaturen, intensive Sonneneinstrahlung und hohe Luftfeuchtigkeit können den Körper bei sportlicher Aktivität stark belasten. Der ASVÖ Österreich unterstützt daher den Appell des Sportministeriums, Training und Bewegung an heißen Tagen bewusst an die Wetterbedingungen anzupassen.

Bewegung und Sport leisten einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden. Bei extremer Hitze muss der Körper jedoch zusätzliche Arbeit leisten: Während der Bewegung entsteht Wärme, die vor allem durch Schwitzen abgegeben wird. Ist diese Wärmeabgabe nicht ausreichend möglich, steigt die Belastung für Herz und Kreislauf deutlich.

Gerade an besonders heißen Tagen gilt deshalb: Belastungen reduzieren, ausreichend trinken und die Signale des eigenen Körpers ernst nehmen.

Warnzeichen frühzeitig erkennen

Starker Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe oder ein Kältegefühl trotz hoher Temperaturen können Anzeichen dafür sein, dass die Hitzetoleranz des Körpers überschritten wurde.

Treten solche Beschwerden auf, sollte die sportliche Aktivität sofort beendet werden. Betroffene Personen sollten an einen kühlen oder schattigen Ort gebracht, vorsichtig gekühlt und mit Flüssigkeit versorgt werden. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden ist medizinische Hilfe erforderlich.

Fünf Tipps für Sport und Bewegung bei Hitze

1. Kühle Tageszeiten nutzen

Sportliche Aktivitäten im Freien sollten möglichst in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend verlegt werden. Besonders geeignet sind Zeiten vor 8 Uhr oder nach 20 Uhr. Intensive Bewegung in der Mittagshitze und bei direkter Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.

2. Regelmäßig trinken

Bei hohen Temperaturen verliert der Körper durch das Schwitzen besonders viel Flüssigkeit. Regelmäßige Trinkpausen sind daher wichtig – auch wenn noch kein starkes Durstgefühl besteht. Geeignet sind Wasser, Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte oder isotonische Getränke.

3. Intensität reduzieren

An sehr heißen Tagen sollte das Training angepasst werden. Ein geringeres Tempo, kürzere Einheiten, zusätzliche Pausen und der Verzicht auf Höchstleistungen helfen, den Körper nicht zu überfordern. Wer sich ungewöhnlich müde, benommen oder erschöpft fühlt, sollte die Einheit abbrechen.

4. Für Abkühlung sorgen

Schatten, kühles Wasser, Fahrtwind oder klimatisierte Räume unterstützen den Körper bei der Wärmeabgabe. Auch das Befeuchten von Kleidung, Kopf oder Nacken kann entlasten. Nasse Handtücher oder Kühlpacks können während der Pausen zusätzlich helfen. Eis sollte jedoch nicht über längere Zeit direkt auf die Haut gelegt werden.

5. Geeignete Kleidung und Sonnenschutz verwenden

Helle, atmungsaktive und UV-schützende Funktionskleidung ist bei Hitze besonders geeignet. Zusätzlich sollte Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 verwendet werden. Eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille bieten weiteren Schutz.

Verantwortung im Verein gemeinsam wahrnehmen

Trainer:innen, Übungsleiter:innen, Funktionär:innen und Veranstalter tragen bei großer Hitze besondere Verantwortung. Trainingseinheiten und Wettkämpfe sollten bei Bedarf verkürzt, verschoben oder in kühlere Räume verlegt werden. Auch beim Baden und Schwimmen ist erhöhte Vorsicht geboten.

Für den ASVÖ Österreich ist ein verantwortungsvoller Umgang mit extremen Wetterbedingungen ein wichtiger Bestandteil eines sicheren und nachhaltigen Sportbetriebs. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit gesundheitlichen Vorbelastungen benötigen dabei zusätzliche Aufmerksamkeit.

Sport soll Freude machen und guttun. Deshalb gilt auch an heißen Tagen: aufeinander achten, Belastungen anpassen und der Gesundheit Vorrang geben.

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